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Gelbbauchunke

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Gelbbauchunken

Am 10.Juni dieses Jahres wollte ich in einem (für mich neuen) Biotop den Prachtlibellen nachstellen. Die haben sich aber wieder einmal etwas geziert und auf dem Rückweg zum Auto bin ich – leicht frustriert - einen Forstweg entlang gewandert. Und neben den Bahngleisen wurden offensichtlich mit schwerem Gerät Waldarbeiten durchgeführt. Und kurz zuvor hat es auch stark geregnet – daher waren einige tiefe Reifenspuren mit Wasser gefüllt. Und da hatte ich mehrfach den Eindruck, dass sich in den Pfützen was bewegt hat.

Eine genaue Beobachtung hat ergeben, dass sich zumindest was Amphibienartiges im Tümpel rumtreibt. Mit einem dokumentarischen Foto habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht. Dank Unterstützung aus diversen Foren war relativ bald klar, dass es sich um Gelbbauchunken gehandelt hat.

Und da ich diese hübschen Amphibien bis jetzt noch nie beobachten konnte, habe ich mich entschlossen sie regelmäßig zu besuchen.

Ihr Lebensraum
Lebensraum
Die Gelbauchunke hatte ursprünglich ihren Lebensraum in den Flussauen mit ihren periodischen Überschwemmungen und dadurch entstehenden (zeitlich begrenzten) größeren und kleineren Tümpeln. Mit dem Verschwinden dieser Auenlandschaften wurde auch der Lebensraum der Gelbbauchunken immer kleiner. Sie nutzen aber auch Kleinstgewässer, welche durch menschliche Aktivitäten entstehen. Diese "Gewässer" können durch Waldarbeiten mit schwerem Gerät entstehen, auch Truppenübungsplätze sind als Habitat durchaus beliebt, und auch Steinbrüche und tiefe Traktorspuren werden besiedelt. Vorteilhaft ist auch, wenn das Areal nicht zu dicht bewachsen ist. Durch die direkte Sonenneinstrahlung erwärmt sich das Laichgewässer relativ rasch und eine beschleunigte Entwicklung des Nachwuchses ist die Folge.
Lebensraum
Die Paarung
Paarung
Meist nach starken Regenfällen im späten Frühling bzw. Frühsommer widmen sich die Gelbbauchunken der Produktion einer neuen Generation. Ich konnte von Mai bis anfang Juli Aktivitäten betreffend Fortpflanzung beobachten. Betreffend Fortpflanzung verhalten sich also die Gelbbauchunken definitiv nicht so wie z. Bsp. die Kröten (kurz aber heftig).Um die Paarungsrufe der Männchen zu hören, muss man wirklich genau hinhören – sie sind sehr leise, da sie keine Schallblasen besitzen. Die Herren klammern die Damen deutlich tiefer – also eher in der Hüftregion.
Paarung

 

Die Eiablage
Eiablage
Die Eier werden in kleineren Paketen (man liest immer wieder die Zahl von 2 bis 30) an im Wasser befindlichem biogenem Material (Ästchen, Grashalme, etc ...) abgelegt. In Summe legt ein Weibchen so zwischen 120 und 170 Eier pro Saison. Der Durchmesser der Gallerthülle eines Eis beträgt ca. 5 bis 8 mm. Die Larven schlüpfen bereits nach 2 bis 4 Tagen.
Eiablage
Entwicklung der Kaulquappen
Kaulquappen

 

Kaulquappen
Die Kaulquappen schlüpfen bereits einige Tage nach dem Ablegen der Eier. Wie lange die Kaulquappen für ihre Entwicklung brauchen, hängt stark von der Temperatur (des Wassers) ab. Man findet Werte von 6 bis nicht ganz 10 Wochen. Die Jungunken weisen eine Größe zwischen 12 und 16 mm auf. Fotografisch sind die Wasserbewohner mit der üblichen Ausrüstung natürlich nicht ganz einfach zu dokumentieren ...
Kaulquappen
Die Jungfrösche
Jungfrösche

 

Jungfrösche

Die fertig entwickelten Jungunken halten sich offensichtlich noch eine gewisse Zeit im Tümpel auf. Ich konnte aber beobachten, dass sie immer etwas unternehmungslustiger werden und häufig kleine Ausflüge in die unmittelbare Umgebung wagen. Wenn sie sich verfolgt fühlen (z. Bsp. durch einen Makrofotografen) finden sie aber meistens rasch den kürzesten Weg zu ihrem "Geburtstümpel".

Jungfrösche

Jungfrösche